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betta!

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1

Sonntag, 14. Januar 2018, 00:35

Diverse Fragen

Hallo zusammen!
Ich habe zwar in meiner Kindheit schon Kampffische gehalten, bin jedoch nicht mehr auf dem aktuellsten Stand.


Ich möchte ein 20 Liter Becken (scheint der ideale Maßstab für einen Kafi alleine zu sein) in Betrieb nehmen.

Meine Fragen:

Die Einlaufphase dauert ja 2-4 Wochen; ist hier ein (Teil-)Wasserwechsel notwendig?


Ist es theoretisch möglich, ein Aquarium algenfrei zu halten?


Sind Pflanzen notwendig? Würde nicht ein komplexes Holzkonstrukt genügen?


Ist Kiesboden o.ä. notwendig?


Wie oft kotet ein Kampffisch maximal täglich? Frage wegen evtl. fehlenden Kies, da wäre viel Kot ziemlich unästhetisch.


Sind Aquariumlampen notwendig?


Wie lange kann man maximal warten mit Wasserwechsel?


Gibt es geräuschlose Wasserfilter, die günstig sind (ca. 10 Euro)?


Ist Chlorhaltiges Wasser bedenklich? Das Wasser würde aus Rostock stammen, hier ist die Wasserqualität nicht die beste, da dies aus einem Fluss entnommen wird und chemisch aufbereitet wird, u.a. mit Chlor als Bakterizidikum.


Ist das Hobby realisierbar, wenn man Komponenten geschickt wählt, mit allem unter 100 Euro zu bleiben?


Vielen Dank im Voraus!

betta!

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Galaxy73

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2

Sonntag, 14. Januar 2018, 13:24

Hi, willkommen im Forum.

umso mehr Liter desto stabiler ist das Becken. Ich würde für einen einzelnen eher 30l aufwärts nehmen.
Oder wenn du überhaupt kein Wasser wechseln möchtest ein 60l Becken und gut strukturieren.

Während der Einflaufphase kein Wasser wechseln. Ich würde aber eher 6 Wochen warten.
Algenfrei nein, aber wenn man die Scheibe regelmäßig putzt und viele Pflanzen im Becken hat relativ Algenfrei.
Ohne Pflanzen hast du garantiert viele Algen.

Pflanzen und Kies sind nicht notwendig, man kann auch andere Einrichtungsgegenstände benutzen, nur hätten diese zu Kies und Pflanzen nur Nachteile denke ich.
Also sinnig nicht so. Wenn das Becken groß genug ist werden sich aber an den nackten Wänden sicher auch genug gute Bakterien absetzen die das Wasser stabil halten. Oder man wechselt eben ständig Wasser dann.

Kot. So eine Frage kann man wohl eher kaum beantworten und hängt vom Tier und der Fütterung ab.
In meinen Sepas habe ich in der Woche etwa 3-4 Klümpchen.

Eine Lampe ist nicht notwendig ohne Pflanzen ein Tag-Nacht Rhytmus aber schon.
Dein Betta wird dann aber wie ein dunkler farbloser Fisch erscheinen da sich die Farben gerade im Licht so schön spiegeln, vor allem in Sonnenlicht und anderem hellen Licht.
Möglich ja, sinnvoll nein.

Wasserwechsel ist bei großen Becken nicht nötig wenn sich alles eingependelt hat und man nicht übermäßig füttert und somit Reste im Becken hat, würde ich sagen.
Wenn natürlich durch andere Probleme deine Pflanzen wegfaulen oder eine Schnecke tot in der Ecke fault kann er dann doch nötig werden.

Die billigen Filter hört man leise, die teureren Filter sind besser, kosten gebraucht auch nicht viel mehr.

Chlor klingt nicht gut, kommt drauf an wieviel da drin ist. Notfalls musst du das Wasser aufbereiten.

Unter 100€ klappt bestimmt wenn man Zeit hat und sich die Technik und Utensilien zusammen sucht. Da sollte man dann aber kein Designbecken erwarten. Aber zählt ja auch eher der Inhalt und die Einrichtung.
Gebrauchtes 60er Becken mit Deckel aus den Kleinanzeigen, Licht/Filter/Heizer Kies im idealfall mit drin sonst Kies Baumarkt 6€/25kg Basaltsplit, Pflanzen 2€/Bund oder Pflanzenpakete aus Ebay ab 1€, Filter und Heizer zb gebraucht von Ebay, da ist ja immer was drin etc.
MfG Melanie

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3

Sonntag, 14. Januar 2018, 17:45

Hallo Melanie!
Vielen lieben Dank für deine Antwort! :-)

Du sagst, in einem 60 Liter Aquarium ist kein Wasserwechsel notwendig? Das finde ich ja interessant, und ehrlich gesagt eine tolle Sache, wenn dem so ist. Laut Bärwalds Aussage genügt ja ein 20-30 prozentiger WW alle 2-3 Wochen, wenn man das richtige Ökosystem hat. Das wäre auch ok für mich.


Falls ich doch Kies verwenden sollte, sammelt sich doch ungemein
viel Schmutz darin. Kein WW bei einem Aquarium mit Kies stelle ich mir
irgendwie ungünstig vor?


Bietet ein 60 Liter Becken nicht zu viel Volumen für einen Kampffisch?


Gibt es eventuell prädestinierte Pflanzen für Kampffische außer die Wasserpest, die bei 24 Grad bei guter Gesundheit bleiben? Gibt es eventuell irgendwo eine Auflistung?


VlG, Alex

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4

Montag, 15. Januar 2018, 00:46

Hallo zusammen! ^^

Einige Fragen sind mir noch eingefallen:

Auf welche Parameter sind beim Kafi besonders zu achten? pH, Chlorverbindungen, Wasserhärte, Huminsäure, Nitrat, Nitrit, Ammoniak ... ?

Welche Testmethoden haben sich bei euch bewährt? Hat jemand mal bekannte Marken von Teststreifen und Probetropfen auf die Messgenauigkeit und Zuverlässigkeit überprüft?


Besten Dank!

VlG, Alex

Galaxy73

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5

Montag, 15. Januar 2018, 16:41

Hi,

ich denke das ein einzelner Kampffisch in 60l vermutlich keinen braucht wenn alles eingespielt und gut bepflanzt ist. Ob dem so ist müsstest du ausprobieren und siehst du an den Wasserwerten.
Ich habe Garnelen und Schnecken im Becken die machen zuerst auf sich aufmerksam wenn die Wasserwerte schlechter werden. Der Kampffisch holt dann auch öfters Luft und atmet schneller.
Bei mir schwimmen zb in den Aufzuchtbecken aber auch deutlich mehr Fische in geringerer Wassermenge (50% WW / Woche). Irgendwann wenn die Werte sehr schlecht sind verlieren sie ihre Farbe und hängen nur noch oben. Also wenn eigentlich alles gut sein sollte und man sowas sieht unbedingt nach der Ursache suchen (zb eine große tote Schnecke im Becken). Ich vermute aber das ein Anfänger die Signale nicht wahrnehmen wird, da ist es sinniger einfach pauschal einen Wasserwechsel zu empfehlen.

Bevor man allerdings einfach davon ausgeht das es passt und keine Werte misst kann man auch einmal die Woche einen Teil wechseln und ist so auf der 150%ig sicheren Seite.

Im Kies sammelt sich Schmutz, in dem leben die wichtigen Bakterien die das Wasser stabil halten. Turmdeckelschnecken sind ganz nützlich, die durchforsten den "Schmutz" auch noch nach verwertbarem Futter und wandeln ihn in Kompost um.
Die Pflanzen haben ihre Wurzeln ebenfalls im Kies und entziehen Nährstoffe/Abfallprodukte.

Ich wüsste nicht warum jemand der ein Becken zur Optik hinstellt keinen Kies und Pflanzen verwenden sollte? Was ist geplant?

Der Kampffisch wohnt im 60l Becken eh in seiner Ecke, dem ist egal ob außenherum 1l, 50l oder 10.000l sind. Wichtig ist das das Becken Kampffischgerecht eingerichtet ist und das Wasser stabil.
Du meintest du willst nicht viel Wasser wechseln, umso größer das Becken desto weniger Wasser ist zu wechseln. Und du wolltest etwas billiges haben. 60l Kombis gibts in den Kleinanzeigen wie Sand am Meer.
Ich würde keinem Anfänger ein 20l Becken empfehlen, da kann man sehr viel mehr falsch machen als man denkt. Und allgemein empfehlen die Mindestrichtlinien zur Zierfischhaltung keine Haltung in unter 60l.

Wenn du Angst hast das es dem Betta zu groß ist kannst du auch einen Teil abtrennen mit zb einem durchlöchertem Plexiglas dann hast du den Vorteil von 60l und der Kampffisch hat seine kleine bequeme Pfütze.

Wasserpflanzen würde ich an deiner Stelle einfach ausprobieren, das hängt vermutlich eher vom Licht und den Wasserwerten ab. Was hier wie Unkraut ideal wächst sind Vallisnerien, Javamoos und Wasserfreund.

Werte PH um die 7, kein Chlor, Härte um 10, Nitrit 0 und Nitrat/Ammoniak so gering wie möglich. Bei 60l und einem Kampffisch sollten da keine Probleme bestehen, außer da fault was im Wasser oder liegt tot in der Ecke.

Zu den Tests kann ich nichts sagen, da habe ich keine Erfahrungen bisher.
MfG Melanie

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Wolke

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6

Montag, 15. Januar 2018, 18:03

Hallo Alex,

Deine Fragen lese ich mit leichtem Befremden. Mir erschließt sich kein Sinn aus deinem mutmaßlichen Ziel, ein Aquarium ohne Bodengrund, ohne Licht, ohne Wasserwechsel, ohne Pflanzen betreiben zu wollen. Ich hege den Verdacht, dass es nicht verkehrt wäre, wenn du dich fragst, ob du einem zukünftigen Betta nicht optimale, weil habitatnahe Bedingungen schaffen willst, damit er sich wohlfühlt? Sicher kann man Kampffische so halten, wie du es dir vorstellst, aber ist das tiergerecht?

Ein Idealaquarium für einen einzelnen Betta stelle ich mir in etwa so vor:
- 20-54l Bruttovolumen
- schwache bis keine Strömung
- dichte Bepflanzung
- dunkler Bodengrund
- schadstoffarmes Wasser
- reichlich Versteckmöglichkeiten
- verletzungs- und ausbruchsicher
- on top: in der Gestaltung hübsch anzusehen

Um kurz auf deine eigentlichen Fragen einzugehen:
Die Einlaufphase dauert ja 2-4 Wochen; ist hier ein (Teil-)Wasserwechsel notwendig?
Jaein. Ein TWW beeinflusst die Entwicklung eines stabilen Stickstoffkreislaufs. Man kann ein AQ mit und ohne TWW einfahren.

Ist es theoretisch möglich, ein Aquarium algenfrei zu halten?
Ja.

Sind Pflanzen notwendig? Würde nicht ein komplexes Holzkonstrukt genügen?
Ja, Pflanzen sind notwendig.

Ist Kiesboden o.ä. notwendig?
Bodengrund bietet viele Vorteile.

Wie oft kotet ein Kampffisch maximal täglich? Frage wegen evtl. fehlenden Kies, da wäre viel Kot ziemlich unästhetisch.
Abhängig von der Futtermenge. Allerdings habe ich noch nie so viel Zeit besessen, meinem Kampffisch beim Koten zuzusehen und die Menge zu bemessen.

Sind Aquariumlampen notwendig?
Sofern das AQ nicht durch Sonnenlicht "betrieben" wird: Ja.

Wie lange kann man maximal warten mit Wasserwechsel?

Um anfallende Schadstoffe (rechnerisch) auszutragen, haben sich wöchentliche TWW >50% bewährt.

Gibt es geräuschlose Wasserfilter, die günstig sind (ca. 10 Euro)?
Es gibt viele verschiedene Arten, ein AQ zu filtern. Die Rohmaterialien meines zuletzt eingerichteten AQs mit Eigenbau-Filterung beliefen sich auf ca. 20€ (Kabelkanäle, Schmirgelpapier, Aquariensilikon, Aquael MiniPat, Filtermatte 30x30cm).

Ist Chlorhaltiges Wasser bedenklich? Das Wasser würde aus Rostock stammen, hier ist die Wasserqualität nicht die beste, da dies aus einem Fluss entnommen wird und chemisch aufbereitet wird, u.a. mit Chlor als Bakterizidikum.
Chlor im Wasser wirkt auf die meisten Lebewesen toxisch. Da große Chlormengen auch durch Ausgasen, Abkochen etc. nicht ausgetrieben werden können, wirst du um eine Aufbereitung mittels Osmoseanlage oder VE-Anlage + Remineralisieren nicht herumkommen.

Ist das Hobby realisierbar, wenn man Komponenten geschickt wählt, mit allem unter 100 Euro zu bleiben?
Absolut.


Bitte informiere dich noch einmal umfassend über den Komplex "funktionierendes Ökosystem unter Wasser", z.B. hier: http://www.andy-blackjack.de/index.html . Ein AQ ist so viel mehr als ein wassergefüllter Glaskasten mit Fisch drin.
Liebe Grüße,
Biene

betta!

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7

Dienstag, 16. Januar 2018, 02:23

Hallo zusammen!
Vielen Dank für Eure Antworten. :-) Ich weiß, dass meine Fragen special sind, ich wäge eben alle Schritte genau ab und möchte keine Fehler begehen.
Deine Fragen lese ich mit leichtem Befremden. Mir erschließt sich kein Sinn aus deinem mutmaßlichen Ziel, ein Aquarium ohne Bodengrund, ohne Licht, ohne Wasserwechsel, ohne Pflanzen betreiben zu wollen.
Das ist nachvollziehbar. Auf die Idee, keinen WW zu betreiben, brachte mich ein User hier. Ich suche die perfekte Lösung zwischen maximaler Ästhetik (das ist für mich kein dicht bepflanztes Aquarium; Hauptbedingung meiner Freundin), maximalen Kampffischwohlbefinden (was mir wirklich am Herzen liegt!) und möglichst wenig Aufwand (nicht prioritär). Da ich ja bereits Aquarien betrieben habe; mit nicht großer Akribie ggü. Wasserwerten, habe ich schlechte Erfahrungen mit Algen gemacht, insbesondere Algen die auf Blättern von Valissnerien und Wasserfreunden wachsen. Daher die milde Aversion ggü Pflanzen als Algenfänger.

Um Pflanzen werde ich allerdings nicht drumherum kommen, ich werde mich auf wenige Arten festlegen. Bei Kies kommt die Aversion auch nur wegen der Ästhetik, es sammeln sich dann schwarz grünliche Flecken an der Fensterscheibe an.

''

Ich wüsste nicht warum jemand der ein Becken zur Optik hinstellt keinen Kies und Pflanzen verwenden sollte? Was ist geplant?''

Keine Sorge, das sind nur theoretische Überlegungen! Darauf zielte übrigens auch die Kotfrage ab; ohne Kies würde dieser eventuell leichter auffallen.

Wegen dem Chlor werde ich wohl einen Chemiker fragen müssen. Hierzu gibt es viel Halbwissen, wie man es denn rausbekäme ...



und wie bereits gesagt, für Erfahrungen bzgl. Wassertests wäre ich dankbar! :-)




Vielen Dank nochmal und beste Grüße, Alex

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Dienstag, 16. Januar 2018, 12:38

Hi,

halte uns auf dem Laufenden wenn es wirklich ein Kampffisch wird und wie du es bewerkstelligt hast.

Dicht bepflanzt muss es nicht in allen Bereichen sein, man kann ja z.B. die Hälfte dicht bepflanzen und vorne frei lassen. Gerade wenn es ein größeres Becken ist geht das wunderbar.
Bettas sind ziemlich dauerhungrig und schwimmen wenn sie dich sehen meist eh vorn an der Scheibe. Und sonst kann er sich dann hinten einkuscheln.

Um die Algen würde ich mir auch nicht so große Sorgen machen.
MfG Melanie

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Wolke

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Mittwoch, 17. Januar 2018, 12:59

Hi Alex,

Wenn du bisher so viele Probleme mit Algen hattest, kann ich verstehen, dass du alles tun willst, um sie zu vermeiden. Das geht einfacher als du denkst. Über ein gescheites Düngekonzept lassen sich AQs nahezu algenfrei pflegen. Ich persönlich dünge nach dem Estimate Index Konzept. Das ist recht einfach: Man stellt Pflanzen alle Nährstoffe im Überfluss zur Verfügung. Nicht genutzte Nährstoffe werden mit dem wöchentlichen TWW entfernt. Ich habe so wenige Algen in meinen AQs, dass ich inzwischen auf meine geliebten Renn- und Geweihschnecken verzichten muss, da sie mir verhungern.
Zum besseren Verständnis, wie Algen entstehen, hier ein bisschen fortführende Lektüre für dich:
https://www.garnelenhaus.de/wiki/liebigsches-minimumgesetz
https://www.flowgrow.de/algen/algenratge…012-t23486.html

Es gibt so viele schöne, pflegeleichte Pflanzen für ein Kafi-AQ. Mein Smaug bspw. lebt in einer Hälfte eines 54--AQs, die mit Anubien auf Wurzel/Steinen und Kongofarn bepflanzt ist, dazu noch etwas Hornkraut und Schwimmfarn. Außer alle paar Wochen mal gärtnern ist in dem Becken nichts zu tun. Als Bodengrund habe ich in allen Becken Sand, hier kann der Kot und Mulm nicht zwischen einsickern und kann extrem leicht abgesaugt werden. Selbst mein weißer Sand ist nach 8 Jahren Standzeit noch strahlend sauber wie am 1. Tag, entgegen aller Unkenrufe zu Beginn.
Man braucht nicht viel Bodengrund für ein Kafibecken. 0,5-1cm reichen völlig aus, für Pflanzen zum Wurzeln und als Substrat für nitrifizierende Bakterien.
Liebe Grüße,
Biene

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Donnerstag, 18. Januar 2018, 12:28

Hallo zusammen!
Bettas sind ziemlich dauerhungrig und schwimmen wenn sie dich sehen meist eh vorn an der Scheibe.
Wenn dem nicht so wäre (auch bei Fischen generell), würde die Aquaristik enorm an Attraktivität verlieren. :schiefguck: Ich befürchte mal, es gibt Kampffische mit kongenital-apathischen Charakter. Das wäre nicht so vorteilhaft für beide Parteien.


@Biene: Vielen Dank für deine Hinweise und besonders für die Links! :-) Sehr interessant, da werde ich mal reinfuchsen. ...dass dein Sand noch so strahlend sauber ist wie vor 8 Jahren, also auch in sauberer Farbe wie zu Beginn (?), kann ich mir gelinde gesagt nicht vorstellen?


Wenn wir das ganze schon solide angehen; zum Thema Ästhetik: Es gibt eine (Pseudo-) WIssenschaft, die nennt sich Aquascaping. Haben sicherlich schon einige von Euch gehört.

Hier wird das kurz veranschaulicht:

https://www.aquascaping-shop.de/epages/6…s/Inspirationen

Den Trick mit dem Zeitungspapier und Frischhaltefolie werde ich definitiv anwenden :yeah:Wer weitere gute Links diesbezüglich hat, bitte posten!



Beste Grüße, Alex

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Donnerstag, 18. Januar 2018, 17:50

Gibt es Einwände, unchloriertes Wasser aus Flüssen zu entnehmen? Für das Einlaufen des Aquariums, eventull 1:1 Mischung mit Leitungswasser ... ich weiß nämlich nicht, wie gut Pflanzen das Chlor vertragen.

Apropos; zum Thema Aquascaping gibts jede Menge Youtubevideos. Lohnt sich!

Gruß, betta!

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12

Sonntag, 21. Januar 2018, 12:58

Flusswasser ist Russisch Roulette. Du weißt nie was drin ist. Klärwerke leiten ihre gefilterten Abwässer ein, Dünge- und Pestizidrückstände von Feldern sickern übers Grundwasser mit hinein, hirnlose Menschen entsorgen ihren Müll in Flüssen, und wasweißnoch alles da drin ist, was nicht reingehört. Lass es lieber...

Wenn du aber die Möglichkeit hast, Regenwasser aufzufangen, wäre das eine brauchbare Option, mit der viele Aquarianer gut fahren.
Liebe Grüße,
Biene

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Montag, 22. Januar 2018, 15:52

Hi,

da schließe ich mal eine weitere Frage mit an.

Es gibt ja Osmoseanlagen die das Wasser danach wieder mineralisieren, hat das schonmal jemand gestestet oder weiß ob es als Fischwasser empfehlenswert ist?

Bzw was für Wasserwerte hat es denn im Ursprungsgebiet der Bettas mit welchen Mineralienkonzentrationen? :)
MfG Melanie

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Wolke

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14

Montag, 22. Januar 2018, 16:29

Es gibt ja Osmoseanlagen die das Wasser danach wieder mineralisieren

Was sollen das für welche sein? Hatte bei meiner UOA ein Prospekt für versch. Filterkartuschen beiliegen, selten solchen esoterischen Quatsch gesehen. Wasser beleben, aufladen, biologisieren, energetisieren, links- und rechtsdrehend, was man nicht alles damit tun konnte...
Liebe Grüße,
Biene

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15

Dienstag, 23. Januar 2018, 09:50

Ich werfe mal ne neue Idee ein: Mineralwasser aus dem Supermarkt.

So spare ich mir teure Aufbereitung, Stress und umgehe das Chlorproblem. Was meint ihr? Am besten wäre es noch, wenn ich dann von eine cleanen eingelaufenen Becken Wasser entnehme, gern auch aus Filter; zur Mischung und wegen Bakterienkultur.

____

Noch ein großes allseits diskutiertes Thema: Vergesellschaftung. Wenn ich mir ein 50 L Becken mit einem Kampffisch hole, ist es ein totes Becken. So meint es meine Freundin und wirklich unrecht hat sie nicht.

Nach meinen Recherchen scheinen von den farbprächtigsten Fischen Neonsaimler und kleine Makropoden am ehesten geeignet zu sein. Stressen andere Fische Kafis wirklich so erheblich? Oder haben die versierten Züchter hier mal selbst das ganze auf die Probe gestellt?


Gruß, betta!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »betta!« (23. Januar 2018, 09:52)


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16

Dienstag, 23. Januar 2018, 10:07


Es gibt ja Osmoseanlagen die das Wasser danach wieder mineralisieren


Sicher kann ich sagen: Mineralarmes Wasser kann man nicht mittels einfacher Osmose mineralsieren, man kann mit Osmose lediglich das reine Wasser entziehen und damit die relative Mineralienkonzentration erhöhen.


Es gibt doch keine Membranen, die Mineralstoffe passieren lassen, aber nicht das Lösungsmittel?!

Galaxy73

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Dienstag, 23. Januar 2018, 13:55

Hi,

es gibt Anlagen die als letzten Schritt das Wasser wieder mit Mineralien versetzen, was das mit Esotherik gemeinsam haben soll erschließt sich mir aber nicht. Wenn man sich eine Magnesium Brausetablette gönnt ist da ja auch Magnesium drin, wüsste so jetzt nicht was dagegen spricht das man andere Mineralien wieder einem Wasser hinzuversetzt. Bodengrund an sich kann das Wasser ja auch mineralisieren.

Hier ist sowas z.B.: http://www.ebay.de/itm/7-Stufen-Umkehros…5MAAOSwol5Y0~5H

Leider steht da nicht was genau hinzugesetzt wird und in welcher Menge.

Schwimmende Beifische sind für Kampffische nicht geeignet. Ich habe Anfangs Guppies mit drin gehabt und das hektische Geschwimme und die geringe Einsicht auf Rangordnung hat den Kampffischen nicht gefallen. Außerdem wurden sie zerrupft. Neons sind noch hektischer und bunter und Makropoden sind ja deutlich größer? Ein Becken mit 50l und einem Kampffisch ist sehr lebendig weil der Fisch eh immer bettelt und vor der Scheibe wackelt in der Hoffnung es gibt Fressen oder um den Eindringling zu vertreiben.

Ansonsten würde ich den Kampffisch einfach weglassen und ein 80 oder 100cm Becken für Neons hinstellen. Die mögen das Wasser doch eh eher saurer?
MfG Melanie

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Dienstag, 23. Januar 2018, 15:26

Soweit ich weiß, sind Neons und Neonsaimler ziemlich unterschiedlich. Letztere scheinen unempfindlicher ggü. Umwelteinflüssen zu sein.

"in Becken mit 50l und einem Kampffisch ist sehr lebendig weil der Fisch eh immer bettelt und vor der Scheibe wackelt"
Das hoffe ich stark. :pupillen:

Aquarium ohne Kampffisch? Keine Option. Kein anderer Süßwasserfisch kann ästhetisch annäherend mithalten ...

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Dienstag, 23. Januar 2018, 16:03

Zitat

es gibt Anlagen die als letzten Schritt das Wasser wieder mit Mineralien versetzen, was das mit Esotherik gemeinsam haben soll erschließt sich mir aber nicht.


Deswegen fragte ich nach. Die Angebote, die ich als Prospekt meiner UOA beiliegen hatte, hatten mit Mineralisierung nichts zu tun, sondern eher mit dem Glauben, dass Wasser besser wird, wenn man es mit einem mit positiven Worten beschrifteten Stab rechtsdrehend umrührt. Google mal nach "Wasserveredelung", erster Link. Wer braucht Wasser, das bio-energetisiert, mit Infrarotstrahlung versetzt oder magnetisiert wurde? :patsch:

Destilliertes Wasser aus dem Supermarkt ist eine Option, wenn man nicht allzu viel Wasser pro Woche benötigt. Remineralisieren muss man es dennoch, aber so ein Topf GH/KH+ ist ja nicht teuer.

Den negativen Effekt von Beifischen merkt man allerspätestens mit dem verfrühten Tod des Kampffischs. In Gesellschaft erreichen sie so gut wie nie ihr maximales Alter von 3-4 Jahren. Davon abgesehen ist eine artgerechte (rein carnivore) Ernährung eines Bettas mit Beifischen meist nicht zu bewerkstelligen, da er immer am Futter der anderen naschen wird.
Liebe Grüße,
Biene

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Dienstag, 23. Januar 2018, 17:11

Destilliertes Wasser aus dem Supermarkt ist eine Option, wenn man nicht allzu viel Wasser pro Woche benötigt. Remineralisieren muss man es dennoch, aber so ein Topf GH/KH+ ist ja nicht teuer.

Davon abgesehen ist eine artgerechte (rein carnivore) Ernährung eines Bettas mit Beifischen meist nicht zu bewerkstelligen, da er immer am Futter der anderen naschen wird.

Zu 1.): Wenn ich das AQ ohne WW betreibe, ist das erstmal ok. Warum destilliert? Mineralwasser tuts auch, und passenderweise gibts Nitrat, Nitrit und Ammoniumwerte dazu.

Zu 2.): Es gibt auch carnivore Beifische, und das scheinen Neons zu sein:

Quelle: Wikipedia, roter Neon



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